Diabetes und Schwerbehinderung

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Wer einen Diabetes hat, kann einen Antrag auf Anerkennung einer Behinderung stellen. Ausschlaggebend für die Bewilligung der Anerkennung einer Schwerbehinderung sind der hohe Therapieaufwand der Diabetiker und ihre Benachteiligungen im Alltag.

Hoher Therapieaufwand nötig

Als schwerbehindert gilt, wer täglich mindestens vier Insulininjektionen benötigt, deren Dosis je nach Ernährung, Bewegung und Blutzucker selbst angepasst wird. Hinzu kommt, dass die Lebensführung gravierend beeinträchtigt sein muss. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft und diabetesDE weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Regelung Interpretationsspielräume lässt, denn es ist nicht exakt definiert, welche Beeinträchtigungen gemeint sind.

Vorteile durch die Anerkennung

Für die Anerkennung einer Schwerbehinderung muss ein Grad der Behinderung von mindestens 50 vorliegen. Dieser Status bringt Vorteile mit sich wie besonderen Kündigungsschutz, Anspruch auf Zusatzurlaub und Vergünstigungen bei der Einkommenssteuer. Wenn Kinder mit Diabetes einen Schwerbehindertenausweis erhalten, können ihre Eltern eine Steuerersparnis erhalten.

Mögliche Nachteile

Neben den Vorteilen sollten aber auch mögliche Nachteile berücksichtigt werden, die wegen der genannten Nachteilsausgleiche vor allem im Arbeitsleben und bei der Suche nach einem Arbeitsplatz auftreten können. Jeder Diabetiker sollte sich deshalb genau überlegen, ob der Ausweis, der beim Versorgungsamt beantragt wird, eher positive oder eher negative Auswirkungen hat.

Gesetzestext zur Schwerbehinderung

Der Gesetzestext, der die Anerkennung einer Schwerbehinderung regelt, ist zu finden in der Versorgungsmedizin-Verordnung unter Punkt 15.1.