Intensivierte Insulintherapie

Die bei Typ-1-Diabetikern übliche Therapie ist die intensivierte Insulintherapie, abgekürzt ICT (aus dem Englischen: intensified conventional insulin therapy). Bei dieser Art des Insulinersatzes spritzt sich der Patient mit einem Insulinpen oder einer Einmalspritze ein- oder mehrmals täglich ein Verzögerungsinsulin oder langwirkendes Insulinanalogon.
Langwirkende Insuline
Ein Verzögerungsinsulin ist ein Insulin, das durch Zusatz von Stoffen, die die Aufnahme aus dem Unterhautfettgewebe oder den Abbau der Insulinbausteine im Blut verzögern, über viele Stunden wirkt. Langwirkende Insulinanaloga erreichen diese Verzögerung in Unterhautfettgewebe und Blut, weil ihr Molekülaufbau geändert wurde; sie sind deshalb dem menschlichen Insulin nur noch ähnlich und heißen Insulinanaloga.
Kurzwirkende Insuline
Zu jeder Nahrungsaufnahme und zur Korrektur erhöhter Blutzuckerwerte wird bei der ICT ein kurzwirkendes Insulin oder Insulinanalogon gespritzt. Diese Insulinsorten wirken deutlich schneller und kürzer. Durch die Moleküländerung erreichen die kurzwirkenden Insulinanaloga sogar einen noch schnelleren Wirkeintritt und eine kürzere Wirkdauer als die kurzwirkenden Humaninsuline (als Normalinsuline bezeichnet).
Flexible Therapie
Durch den Einsatz der unterschiedlichen Insuline ist eine große Flexibilität in der Therapie gewährleistet und eine Teilnahme am normalen Leben ist – mit nur geringen Einschränkungen – gut möglich.
