KORA-Studie
KORA-Studie
Unter der Leitung des Helmholtz Zentrums München beobachten die Wissenschaftler seit 1984 im Rahmen der „Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg“(KORA) den Gesundheitszustand der Augsburger Bevölkerung. Verschiedenste Studien und Fragestellungen, u.a. zu den Themen Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes wurden und werden bearbeitet.
Ausgangspunkt des Projekts war, dass 1984 erstmalig ein repräsentativer Anteil aller 25- bis 74-jährigen Einwohner der Region Augsburg zur Studienteilnahme eingeladen wurde. Seither wurden im Abstand von jeweils fünf Jahren insgesamt vier weitere Gruppen mit jeweils 4000 bis 5000 Probanden in KORA aufgenommen. In mehrjährigen Abständen erfolgen regelmäßige Folgeuntersuchungen und Folgebefragungen zur Gesundheit.
Einige Ergebnisse der KORA-Studie
Aus der mittlerweile sehr umfangreichen Sammlung an Daten und Proben können die Forscher viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das Auftreten und den Verlauf von Krankheiten gewinnen. Der Zusammenhang zwischen Erkrankungen und Lebensgewohnheiten wird dank einer Erfassung des Lebensstils der Studienteilnehmer offensichtlicher.
- In der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen entwickeln Männer doppelt so häufig einen Typ-2-Diabetes wie Frauen.
- Die Anzahl von Personen mit einem unentdeckten Diabetes ist in etwa gleich hoch wie die Anzahl der bereits bekannten Diabetesfälle. Es gibt also eine sehr hohe Dunkelziffer an unentdeckten Diabetikern, die erst spät behandelt werden können.
- Die Rate der Teilnehmer mit einer Glukosestörung beträgt in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen nahezu 40%.
- Ein erhöhter Bauchumfang, starkes Übergewicht und das Vorhandensein eines Diabetes bei mindestens einem Elternteil erhöht die Diabetesentwicklung deutlich.
- Tabakkonsum übt einen negativen Einfluss auf Entstehung und Fortschritt des Diabetes aus.
