Potsdamer EPIC-Studie

Die Potsdamer EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie wird seit 1994 am DIfE als Teil einer großen europäischen, prospektiven Bevölkerungsstudie mit insgesamt etwa 521.000 Teilnehmern durchgeführt. In Potsdam nehmen etwa 27.500 Männer und Frauen an der Studie teil.


Ziel der Studie ist, zu erforschen, welche Zusammenhänge zwischen der Ernährung und dem Entstehen von Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen.


Die Beobachtungsstudie ist auf eine Laufzeit von etwa 20 Jahren konzipiert. Seit 1994 haben die Wissenschaftler bereits sehr viele medizinische Daten (Größe, Gewicht, Fettanteil, Blutdruck, Knochendichte, Blutabnahme) der Studienteilnehmer erhoben. Zusätzlich wurde das Auftreten von Erkrankungen, aber auch Rauchgewohnheiten, Ernährung, körperlicher Aktivität, Medikamenten- und Hormoneinnahme usw. erfasst.

Einige Ergebnisse der Potsdamer EPIC-Studie

  • Basierend auf den Daten der Potsdamer EPIC-Studie hat das DIfE den Deutschen Diabetes-Risiko-Test® entwickelt, der es ermöglicht, auf schnelle und einfache Weise Personen mit einem hohen Diabetesrisiko zu identifizieren.
  • Zudem konnten die Forscher Zusammenhänge zwischen dem Verzehr bestimmter Lebensmittel und dem Risiko für verschiedene Krebsarten nachweisen. Beispielsweise ist ein hoher Verzehr von Rind-, Schweine-, und Lammfleisch, sowie verarbeitetem Fleisch mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden. Dagegen geht eine hohe Fisch- und Ballaststoffaufnahme mit einem verminderten Darmkrebsrisiko einher.
  • Menschen, die im Durchschnitt täglich eine geringe Menge kakaohaltiger Schokolade konsumieren, haben ein verringertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Menschen mit massivem Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

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