Diabetes-Risikogene

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Gene bilden die Vorlagen des Körpers, nach deren Muster sämtliche Bestandteile und Eigenschaften des Körpers, von der Blutzelle bis zur Hautfarbe gebildet werden. Von vielen Genen finden sich in der Bevölkerung unterschiedliche Varianten, die z.B. für das individuelle Aussehen jeder einzelnen Person verantwortlich sind. Auch die unterschiedliche Anfälligkeit für Krankheiten (Prädisposition) beruht zum Teil auf den Genen.


Die Baupläne der einzelnen Mitspieler im Zuckerstoffwechsel, wie z.B. das Insulin oder auch Glucosetransporter, sind in den Genen festgelegt.
Im Laufe eines Menschenlebens werden die Gene unendlich oft kopiert. Dabei kann sich ein Fehler einschleichen, eine Mutation. Aber vorwiegend werden Mutationen, wie die genetische Veranlagung für Diabetes, von den Eltern vererbt. Das Ergebnis kann in beiden Fällen ein verändertes Protein, wie z.B. ein defekter Rezeptor oder ein defektes Hormon sein. Passiert dies z.B. im Insulinrezeptor, kommt es zu einer Störung im Zuckerstoffwechsel. Der Betroffene erkrankt an Typ-2-Diabetes.

Erste Gene identifiziert
Mit Hilfe großer epidemiologischer Studien, aber auch dank intensiver Untersuchungen von Zellen und von an Diabetes erkrankten Mäusen, gelang es, einige Mutationen von Genen zu identifizieren, die die Entstehung eines Diabetes begünstigen. Diese Gene beeinflussen die Bildung oder Ausschüttung des Insulin, betreffen aber auch verschiedene Darmhormone und deren Rezeptoren.