Typ-2-Diabetes

Etwa 85 - 95 % der Menschen mit Diabetes erkranken an Typ-2-Diabetes. Der Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch als Altersdiabetes bezeichnet, weil vor allem Menschen in höherem Lebensalter daran erkranken.

Patienten mit Typ-2-Diabetes werden immer jünger

Allerdings nimmt die Zahl der jüngeren Menchen, die einen Typ-2-Diabetes entwickeln, in der heutigen Zeit zu. Denn Übergewicht und Bewegungsmangel - Ursachen für einen Typ-2-Diabetes - treten durch einen ungesunden Lebensstil zunehmend bereits im früheren Lebensalter auf.

Auslöser: Übergewicht und Bewegungsmangel

Übergewicht und Bewegungsmangel bilden, zusammen mit einer Erbanlage für einen Typ-2-Diabetes, die Grundlage dafür, dass die Krankheit überhaupt auftritt. Übergewicht und Bewegungsmangel verstärken eine bereits im Körper vorhandene Unempfindlichkeit gegenüber Insulin, so dass das Insulin seine Wirkung an seinem Zielort, den Zellmembranen, nicht richtig entfalten und den Zucker nicht in die Zellen bringen kann. Folge ist eine erhöhte Blutzuckerkonzentration. Allerdings verläuft die erhöhte Blutzuckerkonzentration zu Beginn meist ohne Anzeichen und wird häufig erst mit jahrelanger Verzögerung erkannt, wenn bereits Folgeerkrankungen aufgetreten sind.

Typ-2-Diabetes und weitere Risikofaktoren bilden das Metabolische Syndrom 

Der Typ-2-Diabetes und auch seine Vorstadien wie ein erhöhter Nüchternblutzucker sind meist vergesellschaftet mit anderen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusammen bilden diese Faktoren das „Metabolische Syndrom“.

Menschen mit einem Metabolischen Syndrom haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weisen laut Definition der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) folgende Merkmale auf:


•    Bauchumfang ≥94 cm (Männer) bzw. ≥80 cm (Frauen)
•    zusätzlich zwei der folgenden Faktoren:

  1. Triglyzeride ≥150 mg/dl oder entsprechende Therapie
  2. HDL-Cholesterin <40 mg/dl (Männer) bzw. <50 mg/dl (Frauen) oder entsprechende Therapie
  3. Blutdruck systolisch ≥130 mmHg oder diastolisch ≥85 mmHg oder blutdrucksenkende Therapie
  4. Nüchternglukose ≥100 mg/dl bzw. 5,6 mmol/l oder bekannter Typ-2-Diabetes

Betroffene berichten

Ursula, Carolin, Hannelore und Udo berichten in Hörbeiträgen im Pavillon von ihrem Alltag mit ihren Diabeteserkrankungen.

 

Udo bietet er seinem Typ-2-Diabetes erfolgreich die Stirn: „Ich habe angefangen, dreimal die Woche Sport zu machen. Ich mach’s ungern, aber ich mach es, weil ich noch lange leben will.“

Bei Hannelore wurde bei einer Vorsorge-untersuchung der Typ-2-Diabetes früh erkannt. „Ich möchte in meiner Selbsthilfegruppe anderen Leuten vermitteln, wie sie mit Diabetes leben können und was sie dagegen tun können.“
 

Testen Sie Ihr Diabetes-Risiko

Mit dem Deutschen Diabetes-Risiko-Test kann jeder 35- bis 65-Jährige, der nicht an Diabetes erkrankt ist, sein individuelles Risiko bestimmen, innerhalb der nächsten fünf Jahre an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. [Mehr...]