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19.02.2014

DZD-Austausch mit japanischer Delegation über Diabetesforschung und -prävention

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) präsentierte sich japanischen Diabeteswissenschaftlern als Anlaufstelle für einen internationalen Austausch über den Stand von Forschung und Prävention der Volkskrankheit Diabetes. Am 13. Februar trafen sich am Helmholtz Zentrum München Vertreter deutscher Diabetesorganisationen mit Wissenschaftlern vom National Center for Global Health and Medicine in Tokio. Dr. Dr. Hiroshi Kajio, Direktor für Diabetes, Endokrinologie und Stoffwechselforschung, und Dr. Takehiro Sugiyama, Projektdirektor des Nationalen Diabetesplans, besuchten auf ihrer achttägigen Delegationsreise durch Europa und die USA nationale Diabeteszentren, um von den bisherigen Erfahrungen und Kenntnissen zu lernen.

V.l.:Glaser, Sugiyama, Hrabé de Angelis, Kajio, Gallwitz ©DZD

Auf Einladung des DZD-Vorstands Prof. Martin Hrabé de Angelis und Prof. Hans-Ulrich Häring nahmen Prof. Monika Kellerer, Ärztliche Direktorin Innere Medizin des Marienhospitals in Stuttgart und Leitlinienbeauftragte der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Prof. Baptist Gallwitz von der Universitätsklinik in Tübingen, Vize-Präsident der DDG, und Dr. Stefanie Gerlach, Leiterin Gesundheitspolitik bei der Deutschen Diabeteshilfe DiabetesDE, an dem Treffen teil.
„Auch in Japan ist Diabetes als Volkskrankheit ein großes medizinisches und volkswirtschaftliches Problem. Als eines von sechs nationalen Gesundheitsforschungszentren in Japan haben wir die Aufgabe für die japanische Regierung ein nationales Diabetes-Präventionsprogramm zu entwickeln und sind sehr daran interessiert, uns mit führenden Diabetesinstitutionen auszutauschen“, erläuterten die japanischen Wissenschaftler.  In Japan erfolge bereits eine freiwillige Erhebung der Ernährungs- und Gesundheitsdaten.   
Prof. Hans-Ulrich Häring (Foto re. oben) stellte die Aktivitäten zur Diabetes-Prävention in Deutschland sowie die deutschlandweite Präventionsstudie des DZD vor. Den Aufbau des DZD und das Forschungsprogramm präsentierte Prof. Martin Hrabé de Angelis: „Wir bringen im DZD außeruniversitäre Forschungszentren und Universitäten zusammen. Dadurch hat sich eine neue und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit für die Diabetesforschung entwickelt.“ Diese funktionierende Struktur eines nationalen Diabetesforschungszentrums beeindruckte die japanischen Gäste sehr.
Mit großem Interesse verfolgten sie auch den Überblick von Dr. Stefanie Gerlach (Foto li unten) über die weltweiten Aktivitäten und Forderungen nach einem koordinierten Vorgehen für nationale Diabetesstrategien und den Stand des nationalen Diabetesplan für Deutschland. Die deutschen Erfahrungen der letzten zehn Jahre mit Disease Management Programmen sowie die nationalen Diabetes-Leitlinien, die von der Deutschen Diabetes Gesellschaft entwickelt werden, legte Prof. Kellerer (Foto re. unten) dar. Während des gesamten Vormittags wurde unter der Moderation von Prof. Gallwitz sehr angeregt diskutiert. Die japanischen Gäste bedankten sich für die wertvollen Anregungen und werden den Austausch fortsetzen.