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18.08.2014

EpiGlyko: neues BMBF-Forschungsprojekt zu molekularen Veränderungen bei Diabetes

Welche Folgen hat ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel auf molekularer Ebene? Dieser Frage will das BMBF-geförderte Forschungsprojekt EpiGlyko - The glyco-epigenome in type 2 diabetes nachgehen. Koordiniert wird das Deutsch-Französische Forscherteam am Helmholtz Zentrum München, Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD).

EpiGlyko: neues BMBF-Forschungsprojekt zu molekularen Veränderungen bei Diabetes

Quelle: fotolia

Die Volkskrankheit Diabetes mellitus ist durch Insulinresistenz und dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel charakterisiert. Dadurch können Blutgefäße und Nervenzellen geschädigt werden.

Zu Diabetes – und insbesondere seinen Ursachen und Entstehung – gibt es zahlreiche intensive Forschungsansätze. Über die molekularen Veränderungen, die aus den hohen Blutzuckerwerten resultieren, ist allerdings noch relativ wenig bekannt. Diese Prozesse will das Forschungsprojekt EpiGlyko nun genauer untersuchen.

Diabetes und epigenetische Prozesse: Glykosylierung im Fokus
Neue wissenschaftliche Ergebnisse legen nahe, dass hohe Blutzuckerspiegel die enzymatische Glykosylierung von Proteinen beeinflussen. Dabei werden Zuckerverbindungen an die Eiweiße angeheftet und so deren Funktionsweise in den Zellen gesteuert. Solche Glykosylierungen finden auch an den Histonen statt, diese sind wesentlich an der Genregulation beteiligt. Das Projekt EpiGlyko hat zum Ziel, erstmalig die Glykosylierung im Rahmen epigenetischer Prozesse zu erfassen sowie herauszufinden, ob diese bei Menschen mit Diabetes verändert ist und welche Folgen dabei für die Genaktivität und die Programmierung von Zellen entstehen können.

Dem Deutsch-Französischen Forscherverbund zur Durchführung von EpiGlyko gehören das Helmholtz Zentrum München (HMGU) und zwei französische Forschungsinstitute in Montpellier (CNRS) und Marseille (INSERM) an. Professor Dr. Dirk Eick, Leiter der Abteilung Molekulare Epigenetik am HMGU, übernimmt die Koordination des Forschungskonsortiums, weiterhin ist die Arbeitsgruppe um Dr. Elisabeth Kremmer vom Institut für Molekulare Immunologie, HMGU, beteiligt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Forschungsprojekt ab August 2014 mit einer Gesamtsumme von 860.000 Euro.