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29.04.2015

Helmholtz Zentrum München legt Grundstein für Diabetes-Forschungscampus

Der bayerische Staatssekretär für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, legte am 28. April 2015 gemeinsam mit Vertretern des Helmholtz Zentrums München den Grundstein für den Helmholtz Diabetes Campus. Ziel ist es, in den geplanten Gebäudekomplexen alle Diabetes-aktivitäten des Zentrums nach internationalen Standards unterzubringen.

v.l. Tschöp, Wess, Sibler, Enhsen, Hrabĕ de Angelis, Blum. Quelle: Jan Roeder / HMGU

Der bayerische Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler sagte anlässlich der Grundsteinlegung: "Die Diabetesforschung hier in Neuherberg wird von dem künftigen Gebäudekomplex profitieren. Sie wird noch interdisziplinärer, kommunikativer und spannender. Die neuen Infrastrukturen werden den Standort München im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung weiter stärken und dazu beitragen, dass es weltweit in der ersten Liga mitspielen kann."
Wie wichtig die Erforschung der Volkskrankheit Diabetes gesellschaftlich ist, zeigen aktuelle Schätzungen. Demnach ist heute bereits jeder 13. in Deutschland an Diabetes erkrankt, zirka sechs Millionen insgesamt.
Professor Dr. Günther Wess, wissenschaftlich-technischer Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München, betonte in diesem Zusammenhang: „Es müssen möglichst rasch neue Therapiemöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen entwickelt werden. Der gesellschaftlich drängende Bedarf an interdisziplinären und systemischen Forschungsansätzen sowie die zunehmend komplexen Forschungsarbeiten im Diabetesbereich erfordern innovative Strukturen, die den wissenschaftlichen Austausch fördern.“
Mit dem Helmholtz Diabetes Campus entsteht eine neuartige, hochmoderne wissenschaftliche Forschungsinfrastruktur, die genau diese idealen Rahmenbedingungen am Standort München schafft. Das Helmholtz Zentrum München wird so den steigenden Anforderungen einer zukunftsgerichteten Wissenschaft und Forschung gerecht.
Dr. Alfons Enhsen, Geschäftsführer für wissenschaftlich-technische Infrastruktur am Helmholtz Zentrum München, führte in seinem Grußwort aus: „Die Grundsteinlegung ist ein wichtiger Meilenstein. Beginnend mit dem ersten Bauabschnitt soll ein weltweit führendes Diabeteszentrum entstehen. Die Weiterentwicklung unseres Zentrums stellt uns vor die Herausforderung, eine moderne Infrastruktur bereitzustellen, die im internationalen Wettbewerb für Wissenschaftler attraktiv ist.“
Der Neubau des Helmholtz Diabetes Center I – eines der drei geplanten Gebäude – konnte nur durch die Unterstützung des Freistaats Bayern realisiert werden, der sich mit 20 Millionen Euro an der Finanzierung beteiligte. Zwei weitere Gebäude, das Helmholtz Diabetes Center II und der Helmholtz Pioneer Campus, sind bereits in Planung.
Letzterer stellt eine weitere Besonderheit in der Wissenschaftslandschaft dar. Professor Matthias Tschöp, Direktor des Instituts für Diabetes und Adipositas und Inhaber des Lehrstuhls für Stoffwechselerkrankungen an der Technischen Universität München, erklärte anlässlich der Veranstaltung: „Hier werden fachübergreifende Teams aus Biologen, Medizinern, Ingenieuren, Physikern und weiteren Disziplinen gemeinsam und zeitnah Lösungen und Produkte für wichtige medizinische Bedarfe entwickeln.“
Durch das Gesamtkonzept des Helmholtz Diabetes Campus entsteht ein international sichtbares Aushängeschild für die Diabetesforschung in Bayern, das eine hohe Attraktivität für internationale Spitzenkräfte haben wird. Auch für das am Helmholtz Zentrum ansässige Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) wird diese besondere Forschungsatmosphäre wichtige Synergieeffekte schaffen.