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14.07.2015

Diabetes-Experte John Todd erhält Helmholtz International Fellow Award

Als einer von fünf Wissenschaftlern erhält Prof. Dr. John Andrew Todd, Professor für Medizinische Genetik und Direktor der Juvenile Diabetes Research Foundation am Cambridge Institute for Medical Research, den Helmholtz International Fellow Award 2015. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert und mit einer Einladung zu flexiblen Forschungsaufenthalten an einem oder mehreren Helmholtz-Zentren verbunden. Das Helmholtz Zentrum München (HMGU), ein Partner im DZD, hatte den in Belfast geborenen Experten für Typ-1-Diabetes nominiert.

Prof. Dr. John Andrew Todd, Quelle: Cambridge Biomedical Research Centre

Vor allem seine Verdienste um die Forschung an den molekularen, genetischen und mechanistischen Grundlagen der Erkrankung brachten ihm die Anerkennung durch die Jury ein. Am HMGU schätzt man die Arbeit des 57-jährigen schon lange: „In den vergangenen Jahren hatten wir das Privileg mit ihm und seinem Team in Cambridge zusammenzuarbeiten“, sagt Prof. Dr. Anette Ziegler, Direktorin des Instituts für Diabetesforschung (IDF). „Seine herausragende Stärke ist seine Fähigkeit, die Brücke zwischen Forschung und der Therapie zu schlagen.“ Aktuell arbeiten Todd und Ziegler in der kürzlich gestarteten Initiative zur Prävention von Typ 1 Diabetes des Leona M. und Harry B. Helmsley Charitable Trust zusammen. Ziel des Programms ist es, innerhalb der nächsten zwei Jahre in Deutschland (HMGU) und in Großbritannien (University of Cambridge) eine Infrastruktur für bevölkerungsweite klinische Präventionsstudien aufzubauen.

Todd wurde bereits mit zahlreichen Preisen geehrt und ist zudem Mitglied der ehrwürdigen Royal Society. Er und seine vier Kollegen setzten sich gegen 14 weitere Kandidaten aus insgesamt 15 Ländern durch. Gerade die Vernetzung über die Landesgrenzen hinaus ist es, was der Preis besonders fördern soll. „Die Zusammenarbeit mit den international Besten bringt unserer Forschung neue Impulse – nicht nur in der Helmholtz-Gemeinschaft, sondern weit darüber hinaus“, sagt Helmholtz-Präsident Jürgen Mlynek. Der Award sei ein ausgezeichnetes Instrument dafür.