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12.01.2017

DZD-Nachwuchswissenschaftler mit Förderpreis der Dr. Eickelberg-Stiftung ausgezeichnet

Marcel Blumensatt, Nachwuchswissenschaftler am DZD-Partnerinstitut Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ), hat den Förderpreis 2016 der Dr. Eickelberg-Stiftung erhalten. Die Projektförderung erhielt ein interdisziplinäres Team, das die Bedeutung eines Genotyps für individuelle Lebensmittelpräferenzen bei Patienten mit kürzlich diagnostiziertem Diabetes erforscht.

Dr. Marcel Blumensatt (Mitte), Träger des Förderpreises der Dr. Eickelberg-Stiftung 2016, mit Prof. Dr. Michael Roden (links), wiss. Vorstand DDZ, und Andreas Fidelak (rechts), kfm. Vorstand DDZ. Quelle: DDZ e.V.

Der Nachwuchswissenschaftler, Dr. Marcel Blumensatt, ist mit dem Förderpreis der Dr. Eickelberg-Stiftung 2016 ausgezeichnet worden. Blumensatt erhielt die Auszeichnung für seine wissenschaftliche Arbeit über Sekretionsprodukte aus dem Herz umgebenden Fettgewebe von Patienten mit Typ-2-Diabetes, die den Mitochondrien-Sauerstoffverbrauch in Herzmuskelzellen beeinträchtigen . Diese Arbeit wurde in der internationalen Fachzeitschrift „Basic Research in Cardiology“ veröffentlicht. „Dank der Förderung durch die Dr. Eickelberg-Stiftung können wissenschaftliche Nachwuchsforscherinnen und -forscher ausgezeichnet werden, die zukunftsweisende Arbeiten in international anerkannten Fachzeitschriften publiziert haben“, erklärte Prof. Dr. Michael Roden, Wissenschaftlicher Direktor und Vorstand des DDZ. „Wissenschaftliche Preise sind als Motivation wichtig, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Forschung weiter zu motivieren.“

Neben dem mit 1.500 Euro dotierten Förderpreis wurde auch eine Projektförderung durch die Dr. Eickelberg-Stiftung ausgelobt. Diese erhielt ein interdisziplinäres Team um Katharina Weber (Institut für Klinische Diabetologie), Dr. Birgit Knebel (Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie) und Dr. Klaus Strassburger (Institut für Biometrie und Epidemiologie). Das Team erforscht die Bedeutung des FTO-Genotyps für individuelle Lebensmittelpräferenzen und die metabolische Kontrolle bei Patienten mit kürzlich diagnostiziertem Diabetes . Dafür erhält die Forschergruppe eine Unterstützung in Höhe von 3.500 Euro. Das Projekt soll einen innovativen Beitrag zur Wechselwirkung von Genen und Lebensstil bei Diabetes mellitus leisten und am Deutschen Diabetes-Zentrum durchgeführt werden.

Das Deutsche Diabetes-Zentrum selbst vergab zudem eine Projektförderung im Rahmen der Training and Feasibility Grants (TFG) an drei junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Kálmán Bódis (Institut für Klinische Diabetologie), Dr. Alexandra Chadt (Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie) und Dr. Dominik Pesta (Institut für Klinische Diabetologie) untersuchen gemeinsam, inwiefern körperliches Training bei Menschen und Tieren die Bräunung in weißem Unterhautfettgewebe stimuliert. Die Untersuchungen der Forscher zielen darauf ab herauszufinden, ob körperliche Aktivität auch das Fettgewebe aktiviert und über gesteigerte Verbrennung in den Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) der Stoffwechsel angeregt und verbessert wird. Dieser Mechanismus könnte zu neuen Therapieansätzen für Typ-2-Diabetiker führen, die häufig an einem Überschuss an weißem Fettgewebe (Adipositas) leiden.