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03.02.2017

Patienten beteiligen – Forschung gemeinsam voranbringen

Wie können sich Patienten an Forschungsprojekten beteiligen? Wie lassen sich Gesundheitsinformationen verständlich aufbereiten? Diese Fragen diskutieren über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, beim 2-Jahres-Treffen des Regionalen Innovationsnetzwerks (RIN) Diabetes des Deutschen Diabetes-Zentrums, eines Partners im DZD. Wissenschaftler stellen bei der Feier Ergebnisse des RIN-Projektes „Patienteninitiierte Forschung“ vor. In einer Podiumsdiskussion mit Experten verschiedener Fachbereiche wurde das Thema Patientenbeteiligung in der Forschung umfassend erörtert.

Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, mit Prof. Dr. Michael Roden, Wissenschaftlicher Direktor und Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ). Quelle: DDZ

„Vor dem Hintergrund gesundheitspolitischer und ökonomischer Belastungen von Krankheiten wie Diabetes ist der Austausch mit Betroffenen darüber, was sie sich von der Forschung an Ergebnissen erhoffen, sehr wichtig“, betonte Prof. Dr. Michael Roden, Wissenschaftlicher Geschäftsführer und Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums. „Nur durch solche Initiativen wie unserem RIN Diabetes ist es möglich, Forschung zielgruppengerecht weiterzuentwickeln“. Für Dr. Olaf Spörkel, Projektleiter des RIN-Diabetes, und sein Team ist die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern ein großer Erfolg: „Durch das Wissen und die Ideen unserer Partnerinnen und Partner entsteht eine breit angelegte Wissens- und Kompetenzplattform für die Menschen mit Diabetes in der Region Düsseldorf. Dieses Know-How möchten wir zukünftig ausbauen, festigen und innovative Maßnahmen zur personalisierten Diabetes-Vorsorge und- Forschung entwickeln.“

Das Projekt RIN Diabetes wurde 2014 am Deutschen Diabetes-Zentrum als inter- und transdisziplinärer Verbund gegründet. Momentan beteiligen sich über 60 Partner, darunter Niedergelassene Diabetologen, Selbsthilfegruppen, Krankenkassen, Apotheken, Verbände, Firmen, Krankenhäuser und Ämter an dem Projekt. Ziel aller Partner ist es, die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen in Düsseldorf und Umgebung zu verringern, über neue Forschungsansätze und Therapiemöglichkeiten der Krankheit zu informieren, die Anzahl an Diabetes-bedingten Spätkomplikationen wie Nerven- und Organschäden zu senken und präventiv im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ein Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung im Alltag zu schaffen. Im Rahmen des Projekts ist die Wissens- und Kompetenzplattform rin-diabetes.de mit der Anwendung „Wegweiser“ entstanden. Dieser bietet für Betroffene und Interessierte schnell und einfach alle relevanten Angebote in Düsseldorf und Umgebung. Auf einen Blick finden Interessierte dort Ärzte, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Präventionsangebote.

Das RIN Diabetes wird vom Land Nordrhein-Westfalen von 2014 bis 2017 mit rund 500.000 Euro, mit der Option zur Weiterförderung bis 2020, gefördert. 2016 erhielt das Projekt die Auszeichnung „Ort des Fortschritts“. Diese ist Teil der Forschungsstrategie "Fortschritt NRW". Die drei Ministerien für Wissenschaft, Wirtschaft und Städtebau vergeben sie an Einrichtungen, die Ökonomie, Ökologie und Soziales innovativ verbinden und damit Fortschritt für die Gesellschaft ermöglichen. Gewürdigt werden Projekte, die die Lebenswelt der Menschen spürbar verbessern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://rin-diabetes.de
www.fortschritt-gestalten.nrw.de