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Gemeinsam gegen Volkskrankheiten: Klinisch-orientierte Forschung zu Krebs, Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen

Ein erstes gemeinsames Symposium der in Dresden angesiedelten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG), dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und dem Deutsche Krebskonsortium (DKTK) mit dem Paul Langerhans Institut Dresden (PLID) hat am 12. Februar stattgefunden.

V.l.n.r.: Prof. Mechthild Krause (DKTK), Prof. Michele Solimena (PLID), Prof. Gerd Kempermann (DZNE), Dr. Annerose Beck (SMWK) und Dr. Astrid Glaser (DZD). Quelle aller Bilder: PLID/F. Möller

 

Krebs, Diabetes, Demenz: So unterschiedlich diese Erkrankungen auf den ersten Blick sind, bei ihrer Entstehung gibt es häufig Querverbindungen, die für Entwicklung von Therapieansätzen und Untersuchungsmethoden relevant sind. Solche Querschnittsthemen zu identifizieren und ein Forum für übergreifende Forschungsstrategien zu schaffen, war das Ziel des ersten gemeinsamen Dresdner DZG-Symposiums. Neben der persönlichen Begegnung konnten die Wissenschaftler die in Dresden vorhandenen Forschungsinfrastrukturen noch besser kennenlernen, um sich für gemeinsame Forschungsvorhaben zu vernetzen.

Nach der Eröffnung des Symposiums durch die Sprecher der drei Dresdner DZG, Gerd Kempermann (DZNE), Michele Solimena (DZD) und Mechthild Krause (DKTK),und dem medizinischen Geschäftsführer des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus, Andreas Mogwitz, stellten Wissenschaftler der verschiedenen Zentren DZG-übergreifende Forschungsprojekte vor. Den Anfang machte Ünal Coskun (PLID) mit seinem Vortrag über den Einfluss der Ernährung auf die Zusammensetzung unseres Gewebes und den damit verbundenen Risiken an Krebs und Diabetes zu erkranken. Ihm folgte Hayder Amin (DZNE), der eine neue bildgebende Methode vorstellte, um Alterungsprozesse im Gehirn sichtbar zu machen. Den Abschluss der Session bildete Armin Lühr (DKTK), der die Vorteile der Protonentherapie bei unterschiedlichen Krebserkrankungen und die Möglichkeiten, deren Effektivität zu untersuchen, präsentierte. Stefan Joos, wissenschaftlicher Leiter der Koordinierungsstelle des DKTK informierte anschließend über die Möglichkeiten, DZG-übergreifenden Strategien und gemeinsame Projekte zu initiieren. Für begeisterte Reaktionen und eine besonders lebhafte Diskussion, die sich auch noch während der anschließenden Postersession fortsetzte, sorgte der Gastvortrag von Ulrich Dirnagl, Professor für Experimentelle Neurologie der Charité Berlin, der sein Publikum mit seinem Vortrag über „mehr Transparenz“ und eine „besseren Fehlerkontrolle“ in der Wissenschaft herausforderte.