2016, Mai

Epigenetische Veränderung kündigt Fettleber an

Eine epigenetische Veränderung macht Übergewicht wahrscheinlicher und geht einer Leberverfettung voraus, entdeckten DZD-Forscher unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE). Die Wissenschaftler boten genetisch identischen Mäusen fettreiches Futter an, woraufhin einige, jedoch nicht alle Tiere eine Fettleber entwickelten. Bereits vor der Ansammlung des Fetts in der Leber wiesen die Tiere eine epigenetische Veränderung des Igfbp2-Gens auf, eine Methylierung an bestimmten Stellen des Erbguts. Auch bei Menschen mit Übergewicht stießen die DZD-Forscher auf diese Veränderung, die sich hier sogar in Blutzellen nachweisen ließ. Diese Veränderung wird möglicherweise bereits im Fötus angelegt. Frühzeitig erkannt, könnten Betroffene die Folgen der epigenetischen Programmierung mit geeigneten Maßnahmen abwenden.

Originalpublikation:
Kammel A, Saussenthaler S, Jähnert M, Jonas W, Stirm L, Hoeflich A, Staiger H, Fritsche A, Häring HU, Joost HG, Schürmann A, Schwenk RW. Early hypermethylation of hepatic Igfbp2 results in its reduced expression preceding fatty liver in mice. doi: 10.1093/hmg/ddw121. Hum Mol Genet. April 28, 2016

Link zur Fachpublikation:
http://hmg.oxfordjournals.org/content/early/2016/04/27/hmg.ddw121.long

Quelle: DIfE