2017, September

Verstärkt gebildetes DPP4 kann zu Leberverfettung führen

Wenn die Leber das Enzym DPP* verstärkt bildet und ins Blut abgibt, führt dies bei Mäusen unter einer fettreichen Ernährung zu einer stärkeren Körperfettzunahme, zur Leberverfettung sowie zu einer Insulin-Unempfindlichkeit der Leberzellen. Das zeigt eine Untersuchung von DZD-Forscherinnen und -Forschern aus Potsdam und Tübingen. Diese Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Molecular Metabolism veröffentlich.
„Die Untersuchungen legen in Kombination mit unseren Beobachtungen aus Human- und Zellstudien nahe, dass eine erhöhte DPP4-Produktion in der Leber deren Verfettung sowie eine Insulinresistenz verursacht und nicht eine Folge der Leberverfettung ist“, betont Studienleiterin Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE), einem Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).
Nach Ansicht der DZD-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lassen sich daher die bereits aus der Diabetestherapie bekannten DPP4-Inhibitoren künftig nicht nur nutzen, um den Zuckerstoffwechsel zu verbessern, sondern auch, um eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankung zu behandeln.

Orignial-Publikation:
Christian Baumeier et al: Elevated hepatic DPP4 activity promotes insulin resistance and non-alcoholic fatty liver disease. Molecular Metabolism 2017; DOI: 10.1016/j.molmet.2017.07.016

Wenn die Leber das Enzym DPP4 verstärkt bildet und ins Blut abgibt, kann das zur Leberverfettung führen. ©PIC4U - stock.adobe.com