Young Investigator Award der ADA für DDZ-Forscherin Dr. Kalliopi Pafili

DZD Pressemitteilungen

New Orleans / Düsseldorf

Dr. Kalliopi Pafili vom Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf wurde bei den diesjährigen Scientific Sessions der American Diabetes Association (ADA) mit dem Young Investigator Award ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt ihre innovative Forschungsarbeit zur Rolle des Fettgewebes bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Fettlebererkrankungen (MASLD).

Prämiert wurde Dr. Kalliopi Pafilis Arbeit mit dem Titel „Visceral Adipose Tissue–Derived Small Extracellular Vesicles from Humans with MASLD Alter ER Stress and Mitochondrial Respiration in Hepatocytes”, die in Zusammenarbeit mit der DDZ-Wissenschaftlerin Dr. Lucia Mastrototaro entstanden ist. Die Studie untersucht kleine extrazelluläre Vesikel (kleine Bläschen, die Zellen abgeben), die das viszerale Fettgewebe freisetzt – also das Bauchfett, das die inneren Organe umgibt.

Die Ergebnisse zeigen, dass diese Vesikel die Funktion von Leberzellen beeinflussen können: Sie stören die zelluläre Energieproduktion und lösen Stressreaktionen aus, die die Leber langfristig belasten und zur Entstehung sowie zum Fortschreiten der metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) beitragen können.

Globale Bühne für Diabetesforschung

„Diese Auszeichnung auf einem der bedeutendsten internationalen Diabetes-Kongresse weltweit zeigt, dass die Forschungsarbeit von Kalliopi Pafili und Lucia Mastrototaro neue und wichtige Einblicke in die Kommunikation zwischen viszeralem Fettgewebe und der Leber liefert. Ihre Ergebnisse tragen dazu bei, die molekularen Mechanismen hinter stoffwechselbedingten Lebererkrankungen besser zu verstehen – ein zentrales Forschungsthema am DDZ”, betont Professor Michael Roden, Wissenschaftlicher Geschäftsführer und Sprecher des Vorstands des DDZ sowie Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf.

„Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel – sie würdigt die intensive Arbeit der vergangenen Jahre und bestärkt mich darin, diesen Forschungsweg weiterzugehen. Unser Ziel ist es, die Entstehung von MASLD künftig gezielter verhindern und behandeln zu können“, sagt Pafili.

Die Scientific Sessions der ADA zählen zu den weltweit bedeutendsten wissenschaftlichen Kongressen im Bereich Diabetes und Stoffwechselerkrankungen. Der Young Investigator Award würdigt besonders innovative wissenschaftliche Beiträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern.

Zur Person

Dr. med. Kalliopi Pafili forscht am Institut für Klinische Diabetologie des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) unter der Leitung von Prof. Michael Roden zu metabolischen Lebererkrankungen, Adipositas und Diabetes mellitus. Zudem ist sie Fachärztin an der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) und wird im Rahmen des Clinician Scientist Programms FUTURE-4-CSPMM der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) gefördert.

 

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Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) versteht sich als deutsches Referenzzentrum zum Krankheitsbild Diabetes. Ziel ist es, einen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Gleichzeitig soll die epidemiologische Datenlage in Deutschland verbessert werden. Federführend leitet das DDZ die multizentrisch aufgebaute Deutsche Diabetes-Studie. Es ist Ansprechpartner für alle Akteure im Gesundheitswesen, bereitet wissenschaftliche Informationen zum Diabetes mellitus auf und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das DDZ gehört der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz“ (WGL) an und ist Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD e.V.).www.ddz.de

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) e.V. ist eines der acht Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Es bündelt Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung und verzahnt Grundlagenforschung, Epidemiologie und klinische Anwendung. Ziel des DZD ist es, über einen neuartigen, integrativen Forschungsansatz einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen, maßgeschneiderten Prävention, Diagnose und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Mitglieder des Verbunds sind Helmholtz Munich – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das Deutsche Diabetes-Zentrum DDZ in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE in Potsdam-Rehbrücke, das Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen von Helmholtz Munich an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und das Paul-Langerhans-Institut Dresden von Helmholtz Munich am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, assoziierte Partner an den Universitäten in Heidelberg, Köln, Leipzig, Lübeck und München sowie weitere Projektpartner. www.dzd-ev.de 

Birgit Niesing
Birgit Niesing

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit