DZD - Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung e.V. (DZD) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist ein nationaler Verbund, der Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung bündelt und Grundlagenforschung, translationale Forschung, Epidemiologie und klinische Anwendung verzahnt.

Das DZD wurde 2009 gegründet. Mitglieder sind das Deutsche Diabetes-Zentrum in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke, das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, die Paul Langerhans Institute des Carl Gustav Carus Universitätsklinikums Dresden und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen sowie die Wissenschaftsgemeinschaft  Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. und die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. 

Nach der erfolgreichen Etablierung des DZD wurden Prof. Dr. Eckhard Wolf, Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Peter Nawroth, Universitätsklinikum Heidelberg, Prof. Dr. Hendrik Lehnert, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Jens Brüning, Universitätsklinikum Köln und Michael Stumvoll, Universitätsklinikum Leipzig als assoziierte Partner ins DZD aufgenommen.

Interdisziplinäre Forschung mit einem neuartigen integrativen Ansatz

Das DZD will mit dem Verbund dieser exzellenten Forschungseinrichtungen, mit modernen biomedizinischen Technologien, neuen Methoden und Forschungsansätzen wesentlich zur Aufklärung der Krankheitsentstehung, zur Entwicklung von evidenzbasierter Prävention, zur Vorsorge- und Versorgungsforschung und schließlich zu individualisierten, kausalen Therapien beitragen. Verschiedene Forschungsgruppen untersuchen deshalb aus unterschiedlichen Blickwinkeln Risiko, Entstehung, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes.

Aktiver Forschungsverbund

Im Umfeld des DZD wird ein translationaler Forschungsansatz im wissenschaftlichen Alltag mit über 300 Wissenschaftlern aktiv gelebt. Forschungsaufenthalte der Wissenschaftler an DZD-Partnerinstituten, regelmäßige Workshops sowie das „DZD PartnerNet“ vereinfachen und intensivieren die interne Zusammenarbeit und Kommunikation. Mit den DZD-Grants werden vielversprechende standortübergreifende Forschungsvorhaben finanziert. Mit einem attraktiven Nachwuchsförderprogramm fördert das DZD vielversprechende Nachwuchswissenschaftler in der translationalen Diabetesforschung und unterstützt frühzeitig die Netzwerkbildung.

Das DZD wurde am 9. November 2010 durch Staatssekretär Braun in Berlin feierlich eröffnet

"Allein in Deutschland  sind rund acht Millionen Menschen von der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) betroffen - ebenso viele Menschen haben laut aktuellen Schätzungen einen bislang unerkannten Diabetes oder ein hohes Erkrankungsrisiko" betonte Staatssekretär Braun. "Daher ist es von großer Wichtigkeit, dass wir mit dem DZD neue Perspektiven für Prävention, Therapie und Diagnose des Diabetes mellitus schaffen. Hier nutzen wir alle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis optimal zum Wohl der Patienten." sagte Braun in Berlin.

Eröffneten das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung: v.l. MinR Dr. Jan Grapentin, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München, Prof. Dr. Michael Roden, Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf, Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Joost, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Dr. Nikolaus Blum, Kaufmännischer Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München, Prof. Dr. Martin Hrabé de Angelis, Helmholtz Zentrum München, Prof. Dr. Michele Solimena, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Ulrich Häring, Universität Tübingen, Dr. Astrid Glaser, Leiterin der Geschäftsstelle des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, Martin Reichel, Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, und Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Foto: Ingo Kniest.

Paul Langerhans - Der Kopf im Logo des DZD

Das Portrait von Paul Langerhans (1847 – 1888) im Logo des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung symbolisiert seine Bedeutung für die Diabetesforschung.
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