Biologie der Betazelle

Die Betazellen produzieren und speichern im Körper Insulin. Sie sind Teil der Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse. Steigt der Blutzuckerspiegel, wird das Insulin aus den Betazellen ins Blut abgegeben. Es wird gemeinsam mit der Glukose zu den Körperzellen transportiert. Das Insulin bindet an die Zelloberfläche von z.B. Muskel-, Leber- oder Gehirnzellen. Es ermöglicht so den Zellen die Aufnahme von Glukose, die als Energielieferant benötigt wird.
Beim Typ-1-Diabetes bzw. in einem fortgeschrittenen Stadium des Typ-2-Diabetes werden die Betazellen vom Körper zunehmend zerstört. Es wird kein bzw. nicht mehr ausreichend Insulin produziert. Die Wissenschaftler sehen neue Therapiemöglichkeiten für Diabetes, indem man die Zerstörung der Betazellen mit Medikamenten stoppt bzw. die Betazellen durch eine Transplantation ersetzt.

Neue Therapien dank Betazellforschung
Die Betazelle, ihre Funktion, aber auch ihre Zerstörung bilden einen der Forschungsschwerpunkte im DZD. Die Wissenschaftler erforschen die Bildung, Speicherung und Ausschüttung der Insulingranula, in denen in den Betazellen die Insulinmoleküle gespeichert werden. Neue molekulare Details können Angriffspunkte für neue Medikamente bilden. So hofft man, zukünftig die Insulinausschüttung zu beeinflussen, aber auch die Betazellfunktion zu erhalten.
Sind die Betazellen zerstört, arbeitet man an Therapien, die diese ersetzen: Zum einen durch die Transplantation von Spenderzellen (Inselzelltransplantation), zum anderen mit der Hilfe von Stammzellen.

 

Mikroskopische Abbildung einer gesunden (rechts) und einer krankhaft veränderten (links) Langerhans’schen Insel in der Bauchspeicheldrüse einer Maus. Die Insulin produzierenden Betazellen sind rosa gefärbt. © Neschen, Helmholtz Zentrum München, DZD

Funktion der Betazelle

[© DZD]

 

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Lesen Sie dazu einen Übersichtsartikel der DZD-Wissenschaftler Dr. Peter Hoboth und Prof. Michele Solimena vom Paul-Langerhans-Institut Dresden.