DZD Biobanken: Bioproben und Daten als Forschungsressource
Die DZD Biobanken sammeln menschliche Biomaterialien und damit verbundene klinische Daten im Zusammenhang mit den klinischen Studien des DZD. Bioproben von Menschen, wie Blut, Gewebe oder Urin, sind unverzichtbar in der biomedizinischen Diabetesforschung, um z. B. neue Biomarker für eine frühere und bessere Diagnostik zu identifizieren.
DZD Diabetes und Metabolismus Biobank
Seit 2023 sammelt das DZD Bioproben in der zentral organisierten DZD Diabetes und Metabolismus Biobank (DZD DiaMet Biobank). Dies ist eine einzigartige auf Diabetes- und Metabolismusforschung spezialisierte Sammlung von Bioproben und Daten, die von medizinisch umfassend charakterisierten Proband:innen mit Prädiabetes, Diabetes, Schwangerschaftsdiabetes oder von gesunden Kontrollen stammen. Als Forschungsverbund kann das DZD auf elf professionelle Partner bei der Probensammlung bauen.
Die DZD DiaMet Biobank arbeitet eng mit den DZD klinischen Studien zusammen, wird aber als unabhängiges Projekt durchgeführt. Proband:innen, die an einer DZD klinischen Studie an einem DZD-Studienzentrum teilnehmen, können auch ein fest definiertes Set an Proben und Daten spenden. Die Erfassung der mit den Proben verknüpften medizinischen Daten erfolgt standardisiert entsprechend dem DZD Basisdatensatz. Die zentrale Verwaltung und Probenlagerung der DZD DiaMet Biobank gewährleistet einen harmonisierten Prozess zur Sammlung der Proben und Daten, der eine hohe Qualität gewährleistet.
Weitere DZD Biobanken
Im Zusammenhang mit den langfristig laufenden klinischen Studien PREG, PLIS, GDS und LIDOPACO (LIving DOnor PAncreas COhort) hat das DZD an den entsprechenden Hauptstudienstandorten umfangreiche studien-spezifische Biobanken aufgebaut.
Des Weiteren verfügt das DZD über eine große Ressource an Bioproben und detaillierten medizinischen Daten im Bereich Metabolismus in den etablierten Biobanken aus den klinischen Studien PLIS, GDS, PREG und LIDOPACO. Letztere ist eine weltweit einzigartige Sammlung von humanen Pankreasgewebe, isolierten Langerhans’schen Inseln und entsprechenden Blutproben von lebenden humanen Spendern. LIDOPACO umfasst klinische Daten (vor/nach der Operation nach 3 und 12 Monaten) von über 1.065 metabolisch phänotypisierten Patienten, die sich einer Pankreatektomie an den DZD-Standorten Dresden, Tübingen oder Düsseldorf unterzogen haben. Als größte Kohorte ihrer Art untersucht sie die kausalen Mechanismen der T2D-Progression durch die Integration von Multi-Omics, Bildgebung und In-situ-Profiling der Pankreasinseln.
Nutzung für Forschungsprojekte
Die in den DZD Biobanken gesammelten Proben und Daten stehen Forschenden an akademischen Einrichtungen für Wissenschaftsprojekte zur Verfügung. Anträge werden entsprechend dem DZD Use & Access Prozess geprüft und bewertet. Das DZD stellt Daten und Proben aus den DZD Biobanken nur für Forschungsprojekte zur Verfügung, die durch eine unabhängige Ethikkommission und das wissenschaftliche Komitee des DZD bewertet wurden. Eine Nutzung für kommerzielle Zwecke oder in Ländern, die nicht dem europäischen Datenschutzniveau entsprechen, ist nicht möglich.