Info kompakt: Diabetes mellitus und Biomarker

Der Diabetes mellitus ist dank unseres modernen Lebensstils zu einer Volkskrankheit geworden. Dr. Nanette Schloot und Prof. Andreas Fritsche, Wissenschaftler an Instituten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), schreiben in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „LABORWELT“ über die Rolle von Biomarkern bei einer erfolgreichen Prävention und Behandlung des Diabetes.

Mit verlässlichen Biomarkern wollen die Wissenschaftler des DZD die Diagnostik des Diabetes verbessern und durch eine rechtzeitige Früherkennung und effektive Prävention die Erkrankung stoppen. Dr. Schloot vom Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf und Prof. Fritsche von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, beides Partnerinstitution des DZD, stellen in ihrer jüngsten Publikation die neuesten Erkenntnisse zu Biomarkern des Typ-1 und des Typ-2 Diabetes zusammen.
Da der Diabetes im Anfangsstadium keine Beschwerden macht, ist der Arzt bei der Diagnose auf die Bestimmung von Werten für Laborparameter, oder auch Biomarkern, angewiesen. Beim Diabetes steht momentan der Nüchternblutzucker im Vordergrund. Studien der letzten Jahre zeigen aber deutlich, dass es sich besonders beim Typ-2-Diabetes um eine sehr heterogene Erkrankung handelt, die sehr individuelle Präventions- und Behandlungsstrategien erfordert. Mit spezifischen Biomarkern, die eine Identifizierung der einzelnen Subtypen des Diabetes erlauben, versuchen die Wissenschaftler den Diabetes in Zukunft maßgeschneidert behandeln zu können.

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Birgit Niesing
Birgit Niesing

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit