Die Ausstellung richtete sich an alle Altersgruppen und setzte auf ein abwechslungsreiches Mitmach-Konzept: Drei Themenstationen sowie eine separate Diabetes-Simulation ermöglichten es, sich dem Thema auf spielerische und zugleich wissenschaftlich fundierte Weise zu nähern. So wurde Diabetesforschung unmittelbar erlebbar – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.
Vom Organ zur Zelle: Einblicke in den Stoffwechsel
Im Mittelpunkt der ersten Station standen die Stoffwechselorgane, insbesondere die Bauchspeicheldrüse. Mithilfe anschaulicher Zell- und Organmodelle, einer Knetstation, eines menschlichen Körpermodells sowie der interaktiven Aktivität „Build a Pancreas“ konnten die Besuchenden selbst aktiv werden. Dabei lernten sie die Funktionen verschiedener Zelltypen kennen und erhielten ein besseres Verständnis dafür, wie zentrale Organe im Stoffwechsel zusammenspielen.
Blutzucker im Gleichgewicht: Diabetes verstehen
Die zweite Station widmete sich den verschiedenen Diabetesformen und der Regulation des Blutzuckerspiegels. Besonders großes Interesse weckte ein Experiment zur Blutzuckerregulation: Kinder konnten in Laborkitteln selbst in die Rolle von Forschenden schlüpfen. Mithilfe farbiger Lösungen wurde anschaulich gezeigt, wie der Körper den Blutzuckerspiegel konstant hält und welche entscheidende Rolle das Hormon Insulin dabei spielt.
Ergänzt wurde das Angebot durch altersgerechte Lernspiele wie Memory- oder Bondolino-Varianten, die Wissen rund um Diabetes und Stoffwechsel vermitteln. Darüber hinaus konnten die Besucherinnen und Besucher originale Materialien aus dem Alltag eines Menschen mit Typ-1-Diabetes kennenlernen – ein eindrücklicher Einblick in das tägliche Diabetesmanagement.
Prävention spielerisch entdecken
Die dritte Station stellte Umweltfaktoren, Ernährung und Prävention in den Fokus. Im Spiel „Sugar Detectives“ schätzten die Teilnehmenden den Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel und überprüften ihre Einschätzungen. Ein magnetischer Verdauungstrakt veranschaulichte die einzelnen Schritte der Verdauung, während eine interaktive Ernährungspyramide dazu einlud, Lebensmittel richtig zuzuordnen und mehr über eine ausgewogene Ernährung zu erfahren.
Forschung im Dialog
Neben den interaktiven Stationen wurden aktuelle Themen der Diabetesforschung präsentiert – darunter Präzisionsmedizin, Stammzellforschung und Organoide. Poster und Mikroskopie-Präparate gaben Einblicke in moderne Forschungsansätze. Besonders wertvoll war für viele Gäste der direkte Austausch mit den Nachwuchswissenschaftler:innen, die ihre Arbeit erklärten und Fragen beantworteten.
Wissenschaft zum Mitmachen
Mit ihren vielfältigen Angeboten zeigte die Ausstellung eindrucksvoll, wie sich auch komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlich und zugleich spannend vermitteln lassen. „Diabetes im Fokus“ machte deutlich, wie wichtig Forschung für das Verständnis und die Prävention von Diabetes ist – und wie viel Spaß es machen kann, Wissenschaft selbst zu entdecken.