Stärkung der deutsch-französischen Forschungskooperation im Bereich Diabetes

Im Rahmen eines offiziellen Besuchs empfingen das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und Helmholtz Munich eine hochrangige Delegation von Inserm, dem nationalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung in Frankreich (Institut national de la santé et de la recherche médicale). Geleitet wurde die Delegation von Inserm-Präsident Prof. Didier Samuel. Ziel des Treffens war es, den persönlichen Austausch zu vertiefen und die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Gesundheitsforschung, insbesondere im Bereich Diabetes, zu intensivieren.

Begrüßt wurden die Gäste von Prof. Martin Hrabě de Angelis, Sprecher des DZD-Vorstands und kommissarischer wissenschaftlicher Geschäftsführer von Helmholtz Munich, sowie der DZD-Geschäftsführerin Dr. Astrid Glaser. Die französische Delegation setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Inserm-Headquarters sowie mehrerer thematisch spezialisierter Institute zusammen. Begleitet wurde die Delegation vom Wissenschaftsattaché der französischen Botschaft und dem Geschäftsführer von BayFrance (Bayerisch-Französisches Hochschulzentrum). 

Im Mittelpunkt des Treffens stand der gegenseitige Einblick in die Forschungsaktivitäten von Inserm, Helmholtz Munich und dem DZD. Auf dieser Grundlage wurden konkrete Kooperationsformate diskutiert. Besonders großes Interesse fand die von Prof. Didier Samuel vorgestellte Initiative zu sogenannten „Joint Labs“, die eine strukturierte und langfristige Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Forschungsgruppen ermöglichen sollen. Ergänzend stellte Prof. Chantal Boulanger, Direktorin des Inserm-Instituts für Pathophysiologie, Metabolismus und Ernährung, mögliche Strukturen für gemeinsame Projekte in der Metabolismusforschung vor. 

Geplant ist die Durchführung der 3. Deutsch-Französischen Diabeteskonferenz. Diese soll als Plattform dienen, um bestehende Kooperationen zu vertiefen, neu identifizierte Zusammenarbeit gezielt anzubahnen und die im Rahmen des Treffens diskutierten Kooperationsansätze weiterzuentwickeln. Ein besonderer Fokus soll dabei auf der möglichen gemeinsamen Nutzung von Daten, Biobanken und Kohorten liegen, um innovative Ansätze für die Prävention, Diagnostik und Therapie von Diabetes zu ermöglichen. 

Der persönliche Austausch und die konstruktiven Diskussionen während des Besuchs haben eine wichtige Grundlage für die weitere Vertiefung der deutsch-französischen Zusammenarbeit geschaffen.  

Birgit Niesing
Birgit Niesing

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit