Die Leopoldina bekräftigt, dass die Prävention von Adipositas einen umfassenden, langfristigen Ansatz erfordert, der sowohl die gesellschaftlichen Verhältnisse als auch das individuelle Verhalten berücksichtigt.
Ziel müsse es sein, gesunde Lebensbedingungen zu schaffen, gesundheitsförderndes Verhalten zu erleichtern und verschiedene Hochrisikogruppen in der Bevölkerung frühzeitig zu identifizieren.
Eine wichtige Bedeutung wird der frühen Prävention beigemessen. Diese sollte bereits vorbeugend in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren ansetzen, so zum Beispiel über Programme in Kindergärten und Schulen, die Gesundheits- und Bewegungskompetenzen fördern.
Die Leopoldina fordert aber auch staatliche Maßnahmen wie eine Zuckersteuer, die Senkung der Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel und Werbeverbote für ungesunde Produkte, insbesondere, wenn sie sich an Kinder und Jugendliche richten.
Die Veröffentlichung der Stellungnahme sowie die in ihr enthaltenen Forderungen wurden auch von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG) und der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) ausdrücklich begrüßt.
Weitere Informationen:
Leopoldina Fokus: Prävention stärken & neue Therapieansätze nutzen: Wie lässt sich die Adipositas-Epidemie eindämmen?
Website zur Arbeitsgruppe der Leopoldina „Strategien zur Prävention und Therapie der Adipositas“