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DZD-Experten auf der DDG Herbsttagung

Zahlreiche Forschende des DZD leiten Symposien auf der virtuellen Diabetes Herbsttagung 2020 der DDG (6.-8. November) oder sind als Referenten aktiv. Themen sind u.a. präzise Präventionsstrategien, das nationale Diabetesinformationsportal, Diabetes und Leber/NASH, praktische Bedeutung neuer Diabetes-Klassifikationen, Programme zur Früherkennung des Typ-1-Diabetes und partizipative Entscheidungsfindung und Therapieadhärenz bei Diabetes.

Logo DDG Herbsttagung. Quelle: DDG

 

Diabetes gezielt vorbeugen
Jedes Jahr erkranken etwa 560.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes. Diese Zahl macht deutlich, wie wichtig eine gezielte Vorbeugung ist. In dem Symposium „Präzise Präventionsstrategien“ unter der Leitung von DZD-Wissenschaftler Prof. Dr. Andreas Fritsche informieren Forschende über den aktuellen Wissensstand zur Diabetesprävention für Typ-2-Diabetes, Typ-1-Diabetes und Gestationsdiabetes. (6. November ab 14:25 h)

Vorträge:

  • Prävention des Typ-2-Diabetes und seiner Folgeerkrankungen: Bedeutung der Hochrisiko-Subgruppen. A. Fritsche (Tübingen)
  • Prävention des Typ-1-Diabetes, B. Marcus (München)
  • Prävention des Gestationsdiabetes, L. Fritsche (Tübingen)

 

Patienten beteiligen
Ein Baustein für eine erfolgreiche Behandlung kann es sein, den Patienten mit einzubeziehen. In dem Symposium „Partizipative Entscheidungsfindung und Therapieadhärenz bei Diabetes“ unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Kellerer und von DZD-Wissenschaftler Prof. Bernd Kulzer wird u.a. vorgestellt, wie eine partizipative Entscheidungsfindung aussehen kann. In dem Symposium präsentieren DZD-Geschäftsführerin Dr. Astrid Glaser und Ulrike Koller das neue nationale Diabetesinformationsportal diabinfo.de. Das Portal bietet aktuelle, neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen zu allen Formen des Diabetes mellitus sowie zur Vorbeugung von Diabetes. (6. November ab 15:45 h)

Vorträge:

  • Nationales Diabetesinformationsportal – diabinfo: Ein Baustein für die partizipative Entscheidungsfindung? A. Glaser (Neuherberg)
  • Therapieadhärenz bei Diabetes: State of the art, B. Kulzer (Bad Mergentheim)
  • Partizipative Entscheidungsfindung und Therapiadhärenz in der neuen NVL-Typ-2-Diabetes, F. Petrak (Wiesbaden)
  • Absolute Algorithmie? Kritik einer Rationalisierung der Arzt-Patient-Beziehung, B. Kalvelage (Hamburg)

 

Leber und Diabetes
Die nicht-alkoholischen Leberverfettung (NAFLD) spielt bei Adipositas und der Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 eine wichtige Rolle. In dem Symposium „Diabetes und Leber/ NASH“ unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Forst und Prof. Dr. Nobert Stefan (DZD) wird die klinische Bedeutung der Leberverfettung, insbesondere im Zusammenhang mit dem Typ-2-Diabetes und seiner kardiovaskulären Komplikationen, betrachtet.  (7. November ab 9:00 h)

Vorträge:

  • Ursache und klinische Bedeutung der NASH bei Patientinnen und Patienten mit einem Diabetes mellitus, M. Roden (Düsseldorf)
  • Bedeutung von Lifestyle und Ernährung bei NAFLD und NASH, N. Stefan (Tübingen)
  • Diabetes mellitus und NASH – Therapeutische Optionen und Ausblick in neue Therapieansätze, J. Schattenberg (Mainz)

 

Diabetes-Subtypen
Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass es verschiedene Untergruppen der Stoffwechselerkrankung gibt. Die neue Klassifikation kann helfen, Diabetes präziser zu behandeln und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Wie dies in der Praxis aussieht, beleuchtet das Symposium „Praktische Bedeutung neuer Diabetes-Klassifikationen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Roden und Priv.-Doz. Dr. med Julia Szendrödi (beide DZD) aus verschiedenen Blickrichtungen. Doch nicht nur bei der Diabetes-Erkrankung gibt es Subtypen. Bereits bei Menschen mit einem gestörten Blutzuckerstoffwechsel, die ein Vorstadium des Diabetes aufweisen (Prädiabetes), lassen sich verschiedene Subgruppen unterscheiden. Neue Forschungsergebnisse aus dem DZD dazu stellt Prof. Fritsche vor.

Vorträge:

  • Eine neue Klassifikation des Prädiabetes, A. Fritsche (Tübingen)
  • Neue Subtypen/Cluster und Risiko für Diabetesfolgen, J. Szendrödi (Düsseldorf)
  • Perspektiven der neuen Diabetes-Klassifikation für die Therapie, D. Müller-Wieland (Aachen)


Darüber hinaus sind DZD-Forschende noch in zahlreichen weiteren Symposien als Referenten aktiv. Dort stellen sie u.a. Programme zur Früherkennung des Typ-1-Diabetes, Auswirkungen sozialer Unterschiede auf Behandlung, Diabetes-Management und Lebensführung, eine Diabetes-App und Informationen zur Psychologischen Unterstützung bei Diabetes im Alter durch moderne Technologien vor.

Das komplette Programm finden Sie hier.