Köln, 26.04.2024

Essen in Sicht? Die Leber ist schon aktiv!

Was passiert im Körper, wenn wir hungrig sind und Essen sehen und riechen? Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung konnte jetzt an Mäusen zeigen, dass bereits nach wenigen Minuten Anpassungen in Mitochondrien in der Leber stattfinden. Angeregt durch die Aktivierung einer Gruppe von Nervenzellen im Gehirn, verändern sich die Mitochondrien der Leberzellen und bereiten die Leber auf die Anpassung des Zuckerstoffwechsels vor. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift 'Science' veröffentlicht werden, könnten neue Wege für die Behandlung der Volkskrankheit Typ-2-Diabetes eröffnen.

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Dresden, 18.04.2024

Dr. Ingmar Schäfer zum W2-Professor für Strukturelle Membranbiologie am PLID und ZML in Dresden ernannt

Dr. Ingmar Schäfer wurde mit Wirkung zum 1. April 2024 zum Professor für Strukturelle Membranbiologie am Paul-Langerhans-Institut Dresden (PLID) und am Zentrum für Membranbiochemie und Lipidforschung (ZML) ernannt.

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Tübingen, 08.04.2024

Blutzuckereinstellung auf der Intensivstation: Differenzierte Werte für Menschen mit und ohne Diabetes sind sinnvoll

Bei der Einstellung und Überwachung des Blutzuckers von Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation kann es sinnvoll sein, zwischen Menschen mit und ohne Diabetes zu unterscheiden. Darauf weisen die Autoren Andreas Birkenfeld, DZD-Sprecher und Ärztlicher Direktor der Klinik für Diabetologie, Endokrinologie und Nephrologie, Universitätsklinik Tübingen, und Christian von Loeffelholz, Universitätsklinikum Jena, in einem Meinungsartikel im Fachmagazin ‚Lancet D&E‘ hin. Sie unterstreichen die Bedeutung personalisierter Therapien für Intensivpatienten mit Diabetes, weisen aber auch auf die Notwendigkeit weiterer detaillierter Daten und Studien hin.

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Neuherberg, 02.04.2024

Forschung an Adipozyten bietet neue Behandlungsansätze für Stoffwechselkrankheiten

Neueste Forschungsergebnisse betonen die einzigartige Rolle von Adipozyten bei der Fettspeicherung, die für das Überleben von Organismen unerlässlich ist. Dysfunktionale Adipozyten können zu Stoffwechselstörungen wie Typ-2-Diabetes und Fettleber führen, was die Bedeutung des Verständnisses der Lipidspeichermechanismen verdeutlicht. Unter der Leitung von Helmholtz Munich hat ein Team von Wissenschaftler:innen einen innovativen Ansatz entwickelt, der Proteomik mit maschinellem Lernen verbindet, um dynamische Veränderungen während der Adipogenese zu erfassen. Diese Methode eröffnet neue Einsichten in die Proteinregulation und führt zur Identifikation potenzieller Behandlungsansätze für Stoffwechselkrankheiten.

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Potsdam-Rehbrücke, 02.04.2024

DIfE-Forscher Maximilian Kleinert erhält Heisenberg-Professur

Seit dem 1. April 2024 besetzt Dr. Maximilian Kleinert eine Heisenberg-Professur an der Universität Potsdam und leitet am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) die Abteilung Molekulare Physiologie der Bewegung und Ernährung. Das mit mehr als 600.000 Euro geförderte Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht Kleinert, die molekularen und genetischen Zusammenhänge zwischen dem Stoffwechsel der Skelettmuskulatur und metabolischen Erkrankungen, wie Typ-2-Diabetes, zu erforschen.

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Tübingen, 15.03.2024

Kallistatin trägt zu den positiven Effekten einer Gewichtsabnahme auf den Stoffwechsel bei

Nach einer Gewichtsabnahme bilden Menschen mit Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) vermehrt das Protein Kallistatin* im Unterhautfettgewebe (subkutanes weißes Fettgewebe). Das konnten Forscherinnen und Forscher des DZD in einer aktuellen Studie zeigen. Zudem verbessert Kallistatin den Stoffwechsel und könnte in Zukunft neue Therapiemöglichkeiten für Menschen mit Adipositas und Typ-2-Diabetes eröffnen. Die Ergebnisse wurden jetzt in ‚Molecular Metabolism‘ veröffentlicht.

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Düsseldorf, 14.03.2024

Verblüffende Gesetzmäßigkeit: Gompertz-Gesetz sagt Sterblichkeit bei Typ-2-Diabetes voraus

Forschende des Deutschen Diabetes-Zentrums und des Robert-Koch-Instituts haben eine Gesetzmäßigkeit für den Zusammenhang von Sterblichkeit und Lebensalter nun auch bei Menschen mit Diabetes entdeckt: Demnach steigt die Sterblichkeit bei Menschen mit Diabetes in Deutschland ab dem 30. Lebensjahr jedes Jahr konstant um 8,3% bei Männern und um 10,2% bei Frauen.

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Dresden, 28.02.2024

Neue Erkenntnisse über proteomische und lipidomische Veränderungen während der Alterung insulinsekretorischer Granula

Endokrine Zellen nutzen sekretorische Granula für die Speicherung und regulierte Freisetzung von Peptidhormonen und Neurotransmittern - ein Prozess, der von verschiedenen raum-zeitlichen Faktoren wie der Nähe dieser Organellen zur Plasmamembran und ihrem Alter beeinflusst wird. Obwohl in jüngster Zeit bereits Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt wurden, ist ein umfassender Überblick über die molekulare Zusammensetzung und die altersbedingten Veränderungen der insulinsekretorischen Granula (ISGs) der Betazellen der Bauchspeicheldrüse nach wie vor nicht gegeben. Nun gelang ein Einblick in die molekulare Zusammensetzung der ISGs, der zum besseren Verständnis ihres Verhaltens im gesunden Zustand und möglicherweise bei Diabetes von Bedeutung ist. Ein Team von Forschenden des Paul-Langerhans-Instituts Dresden (PLID) des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, des Zentrums für Membranbiochemie und Lipidforschung der TU Dresden, der Max-Planck-Institute für Biochemie bzw. Medizinische Forschung sowie des Center for Molecular and Cellular Bioengineering hat einen neuartigen immunbasierten Ansatz für die Reinigung von ISGs vorgestellt. Das in der renommierten Fachzeitschrift "Cell Reports" veröffentlichte, verfeinerte Protokoll ermöglichte zum ersten Mal die genaue proteomische und lipidomische Profilierung von altersdifferenzierten ISG-Pools.

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Tübingen, 26.02.2024

Neue Erkenntnisse zur menschlichen Gehirnentwicklung

Die Entwicklung des menschlichen Gehirns ist ein Schlüsselfaktor für die psychische Gesundheit. Bereits in den frühen Phasen des Lebens zeigen sich je nach Entwicklungsstadium signifikante Unterschiede in der Art und Weise, wie das Gehirn Signale und Informationen aufnimmt und verarbeitet. Eine gestörte Entwicklung kann dauerhafte Folgen haben und zu psychischen Erkrankungen führen. Forschende des Universitätsklinikums Tübingen haben nun gemeinsam mit internationalen Forschungspartnern aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen: Die neuronale Komplexität der Gehirnaktivität verändert sich vom späten Stadium der Schwangerschaft bis in die frühe Kindheit anders als erwartet und zudem mit geschlechtsspezifischen Unterschieden. Diese Ergebnisse wurden jetzt im renommierten Journal 'Nature Mental Health' veröffentlicht.

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Neuherberg, 28.02.2024

Inceptor: Ein zunehmend wichtiges Ziel für die Diabetes-Therapie

Forschungsarbeiten am insulinhemmenden Rezeptor, bekannt als Inceptor, geben Hoffnung für den Schutz von Betazellen und auf eine kausale Therapie für Diabetes. Eine neue Studie an Mäusen mit ernährungsbedingter Adipositas zeigt, dass das Ausschalten von Inceptor die Regulierung des Blutzuckerspiegels verbessert. Dies rückt Inceptor für die Behandlung von Typ-2-Diabetes weiter in den Fokus. Die Ergebnisse, erarbeitet in Kooperation zwischen Helmholtz Munich, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München, tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Diabetesforschung bei.

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Potsdam-Rehbrücke, 29.01.2024

Metformin in der Schwangerschaft beeinflusst die Gehirnentwicklung der Nachkommen

Mit der Zunahme von Schwangerschaftsdiabetes und metabolischen Störungen in der Schwangerschaft wird auch häufiger Metformin verschrieben. Obwohl bekannt ist, dass das orale Antidiabetikum die Plazentaschranke überwinden kann, sind die Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung des Kindes weitgehend unbekannt. Ein interdisziplinäres Forscherteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) konnte nun im Mausmodell zeigen, dass Metformin zwar positive Folgen für die schwangeren Tiere, nicht jedoch für die Nachkommen hat. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal 'Molecular Metabolism'.

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Düsseldorf, 23.01.2024

DDZ-Studie mit innovativen Einblicken in die Heterogenität des Typ-2-Diabetes

Eine wegweisende Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums, veröffentlicht in 'The Lancet Diabetes & Endocrinology', wirft ein neues Licht auf die Heterogenität des Typ-2-Diabetes. Die Forschenden wandten einen innovativen Algorithmus an, um Menschen mit Typ-2-Diabetes anhand von Routinedaten zu stratifizieren und so die stoffwechselbedingte Vielfalt einer Diabetes-Erkrankung darzustellen.

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Neuherberg, 12.01.2024

Stoffwechselerkrankungen: Wie Immunzellen Gewebefunktionen regulieren

Eine neue Entdeckung unter der Leitung von Helmholtz Munich Forschenden aus der Forschungsgruppe Type 1 Diabetes Immunology hat aufgedeckt, wie regulatorische T-Zellen des Immunsystems (sogenannte Tregs) mit Stoffwechselgeweben zusammenspielen und diese kontrollieren. Die neuen Erkenntnisse, die in der Fachzeitschrift 'Cell Metabolism' veröffentlicht wurden, geben entscheidende Einblicke in die Vorbeugung und Regulierung von Stoffwechselkrankheiten wie Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes.

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Düsseldorf, 09.01.2024

Neue DDZ-Studie belegt erstmals systematisch: Verschiedene Ernährungsweisen sind wirksam im Management von Typ-2-Diabetes

Eine bedeutende neue Studie des DDZ hat den Einfluss der Ernährung auf das Management von Typ-2-Diabetes und die Prävention von Komplikationen beleuchtet. Die Übersichtsarbeit zeigt die positiven Auswirkungen verschiedener Ernährungsweisen – pflanzlich, mediterran, kohlenhydratarm, proteinreich – auf die kardiometabolische Gesundheit bei Typ-2-Diabetes.

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Pressekontakt

Birgit Niesing


+49 (0)89 3187-3971