News

DZD-Wissenschaftlerin PD Dr. Julia Szendrödi für Habilitationsschrift ausgezeichnet

Bis heute sind die Mechanismen der Insulinresistenz in den Skelettmuskeln und anderen Geweben von Typ-2-Diabetes Patienten nicht vollständig verstanden. In ihrer Habilitationsschrift befasst sich die Fachärztin für Diabetologie und Endokrinologie mit der muskulären Insulinresistenz und der Fettleber. Diese gehen einer Manifestation des Typ-2-Diabetes um viele Jahre voraus und sind wichtige Risikofaktoren für einen Herzinfarkt und kardiovaskuläre Mortalität.

PD Dr. Julia Szendrödi. Quelle: DDZ

 

Die Diabetologin Szendrödi erforscht in diesem Zusammenhang, welche Rolle die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) und die Speicherung von Fett in Muskeln und Leber für die Entstehung der Insulinresistenz haben. So konnte sie ableiten, dass eine Beeinträchtigung der Mitochondrien die Entstehung einer Insulinresistenz begünstigt und meist als Folge auftritt. Besonders die gestörte Anpassung der mitochondrialen Aktivität an aktuelle Bedingungen wie höhere Insulinwerte reduziert bei Typ-2-Diabetes deren Plastizität. So kann durch eine verminderte oxidative Kapazität der Leber die Entwicklung einer Fettleber begünstigt werden.

„Dieser Preis freut mich sehr und ich danke der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für diese Auszeichnung. Ich hoffe, dass meine Forschungsarbeit dazu beiträgt, gezielte Therapie-Maßnahmen für Betroffene zu schaffen, um Folgeerkrankungen wie die Entwicklung einer Fettleber durch Typ-2-Diabetes frühzeitig zu erkennen", erklärt Privatdozentin Dr. med. univ. PhD Julia Szendrödi, Leiterin des Klinischen Studienzentrums am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und Stellvertretende Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, anlässlich der Preisvergabe.

Der Preis, von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gestiftet, zeichnet Habilitationsschriften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf aus und soll ein Ansporn zur wissenschaftlichen Betätigung sein. Der Preis wird, rollierend jede der vier Fakultäten der Heinrich-Heine-Universität berücksichtigend, jährlich verliehen und ist mit einem Betrag von 10.000 Euro dotiert.