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ERC Grant für DZD-Wissenschaftler

Prof. Dr. Paul Pfluger vom DZD-Partner Helmholtz Zentrum München ist mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet worden. Er erhält die Würdigung für seine biomedizinische Spitzenforschung im Bereich Metabolische Erkrankungen. Dies ist bereits der achte ERC Grant, den der Europäische Forschungsrat (ERC) in 2020 an das Münchner Forschungszentrum vergibt.

Prof. Dr. Paul Pfluger vom Helmholtz Zentrum München. Quelle: Helmholtz Zentrum München

 

Mit seinen Consolidator Grants will der Europäische Forschungsrat Forscherinnen und Forscher, die nach ihrem PhD-Abschluss bereits sieben bis zwölf Jahre Erfahrung gesammelt haben und eine vielversprechende wissenschaftliche Erfolgsbilanz vorweisen, dabei unterstützen, ihre eigene Forschungsgruppe aufzubauen oder zu stärken. Die Maximalförderung beträgt zwei Millionen Euro, die über einen Zeitraum von fünf Jahren ausgezahlt werden kann. Neben Pfluger wurde auch Dr. Andre C. Stiel im Bereich Bioengineering und Optoakustik ausgezeichnet.

„Das Helmholtz Zentrum München ist eines der weltweit führenden Forschungszentren, das sich voll und ganz darauf fokussiert, wesentliche Beiträge für eine gesündere Gesellschaft zu leisten. Heute hat der Europäische Forschungsrat erneut die herausragende Arbeit zweier unserer Spitzenforscher gewürdigt. Beide leisten einen wichtigen Beitrag dazu, umweltbedingte Erkrankungen noch besser zu verhindern und zu bekämpfen”, sagt Prof. Matthias Tschöp, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München. „Die Tatsache, dass wir allein in diesem Jahr acht und mit den beiden neuen Preisen insgesamt 39 ERC-Förderungen einwerben konnten, beweist, dass unsere innovative Strategie nachhaltig greift. Wir sind stolz darauf, ein sichtbares Aushängeschild für die translationale Gesundheitsforschung in Deutschland zu sein.“

Globales Gesundheitsproblem Fettleibigkeit
Prof. Dr. Paul Pfluger forscht zu Stoffwechsel und metabolischen Erkrankungen: Fettleibigkeit mit all ihren Begleiterkrankungen ist in nur wenigen Jahrzehnten von einer Randerscheinung zu einem globalen Gesundheitsproblem mutiert. Abnehmen ist für viele Betroffene lebenswichtig, der hart erkämpfte Erfolg ist jedoch oftmals nur von kurzer Dauer. Das verlorene Gewicht wird nach Beenden der Diät wieder zugenommen. Das Aufspüren der molekularen Prozesse, die für diesen Jojo-Diät-Effekt verantwortlich sind, ist das erklärte Ziel von Paul Pfluger. Dafür forscht er an zwei großen Themenbereichen: Erstens, an den molekularen Grundlagen der Resistenz gegen das Sättigungshormon Leptin, sowie an Medikamenten zur Gewichtsabnahme die auf Leptin-Sensibilisierung basieren. Zweitens, an epigenetischen Mechanismen die den Jojo-Effekt bewirken und der Rolle bestimmter Neuronen in diesem Prozess. Mithilfe von CRISPR-Cas9-Technologie will Pfluger herausfinden, ob es ein epigenetisches Gedächtnis für Fettleibigkeit gibt, das durch die Manipulation dieser Neuronen ausgelöscht werden kann. Mit diesem Ansatz erhofft sich Pfluger, den Grundstein für nachhaltige Adipositas-Therapien der Zukunft zu legen.

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