Klinische Studien (D)

Personalisierte Präventions- und Therapiemaßnahmen, d.h. die passende Behandlung für die richtige Patientengruppe zur richtigen Zeit, sind Ziel der klinischen Multicenterstudien des DZD. Zusätzlich beleuchten sie gesundheitsökonomische Aspekte. Eine zentrale Einheit für die Koordination der klinischen Studien in der DZD-Geschäftsstelle gewährleistet eine standardisierte und qualitativ hochwertige Durchführung.

Multicenterstudien
Das DZD arbeitet aktuell an verschiedenen Studien zur Diabetesprävention (PLIS), zu Folgeerkrankungen (DDS) sowie zum Schwangerschaftsdiabetes (PREG).

Test-Triangle-Studie

In der „Test-Triangle“-Studie wird untersucht, ob die Nutzung der Smartphone-App „Triangle“ bei Frauen nach Schwangerschaftsdiabetes dazu beiträgt, einen gesunden Lebensstil besser in den Alltag integrieren zu können.
Die Studie richtet sich an Frauen, bei denen während  einer kurz zurückliegenden Schwangerschaft ein Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) diagnostiziert wurde.  Diese Stoffwechselstörung zeigt ein erhöhtes Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes an. Die richtige Lebensweise kann dieses Risiko deutlich vermindern. Leider haben junge Mütter aber wenig Zeit und die eigene Gesundheit bekommt oft kaum Aufmerksamkeit. Daher wurde speziell für sie die Smartphone-App „Triangle“ entwickelt, die  Hilfen für einen gesunden Lebensstil in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Stressreduktion beinhaltet.  Nutzerinnen der App werden von einem qualifizierten Online-Coach begleitet, der ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt und die Inhalte der App daran anpasst. Mit Hilfe der App können, über einen Zeitraum von 6 Monaten, Schritt für Schritt mehr gesunde Gewohnheiten im eigenen Alltag verankert werden. 

Die Rekrutierung für diese Studie ist abgeschlossen.

Studieninfos für Test Triangle beim Deutschen Register klinischer Studien.

Prädiabetes Lebensstil­-Interventions-Studie (PLIS)

Eine herkömmliche Lebensstilintervention reicht nicht bei allen Personen mit Prädiabetes aus, um einen Typ-2-Diabetes zu verhindern. Hier kann nur eine individuell abgestimmte Prävention greifen. In der multizentrischen Prädiabetes Lebensstil­-Interventions-Studie (PLIS) setzt sich das DZD die Entwicklung solch personalisierter Vorsorgemaßnahmen zum Ziel.
Nach einer umfangreichen Phänotypisierung durchlaufen die PLIS-Studienteilnehmer unterschiedliche Lebensstilprogramme mit Ernährungsberatung und überwachter körperlicher Aktivität. Ziel der PLIS-Studie ist, die Menschen zu finden, die trotz vermehrter Anstrengung im Alltag ein erhöhtes Risiko für einen Typ-2-Diabetes haben, und mit einer intensivierten und von Fachpersonal begleiteten Lebensstilintervention zu betreuen, damit auch sie von einer Lebensstilmodifikation profitieren. Die Studie wird deutschlandweit an acht Standorten im Rahmen des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) durchgeführt.

Hier ist die Studienrekrutierung beendet.

ClinicalTrials.gov

Studienprotokoll

DZD-Prädiabetes-Kohorte

Prädiabetes ist ein Diabetes­-Vorstadium, bei dem die Blutzuckerwerte bereits auffällig sind. Um personalisierte Präventionsstrategien für Typ-2-Diabetes zu entwickeln, bildete das DZD basierend auf vorausgegangenen Studien eine deutschlandweit einzigartige Prädiabetes-Kohorte mit 8.106 Teilnehmern, die weiter untersucht werden. Bei diesen Patienten waren zum Zeitpunkt des Einschlusses in die Studie die Blutglukosekonzentrationen des oralen Glukosetoleranztests auffällig, es lag jedoch noch kein Diabetes vor. Die bisherige Datenanalyse ergab, dass Diabetes in der Familie das Risiko für Prädiabetes bereits um 40 Prozent erhöhen kann. Im Rahmen von Follow-Up-Untersuchungen werden die Teilnehmer weiter beobachtet.

DZD-Studienstandorte

München
Prof. Anette-Gabriele Ziegler
Helmholtz Zentrum München
Tel.: 089–31874790

Prof. Jochen Seißler, Dr. Andreas Lechner
Ludwig-Maximilians-Universität
Tel.: 089–4400–52234

Prof. Hans Hauner
Technische Universität München
Tel.: 089–289 249 –16/ –25
katharina.kappo@tum.de

Tübingen
Prof. Andreas Fritsche, Prof. Norbert Stefan,
Universitätsklinikum Tübingen
Tel.: 07071–2980687


Düsseldorf
PD Dr. Julia Szendrödi
Deutsches Diabetes-Zentrum
Tel.: 0211–3382209
studienzentrum(at)ddz.de

Berlin/Potsdam
Prof. Andreas Pfeiffer
Deutsches Institut für Ernährungsforschung /
Charité Berlin
Tel.: 033200–882778 oder 882774


Dresden
Prof. Peter Schwarz, Prof. Stefan Bornstein
Universitätsklinikum Dresden
Tel.: 0351–25933250
studien(at)dzd-ev.de

Heidelberg
Prof. Peter Nawroth
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel.: 06221 56-8606
DZD.Studien(at)med.uni-heidelberg.de

Leipzig
Prof. Michael Stumvoll, Dr. Gesine Flehmig
Universitätsklinikum Leipzig
Tel: 0341-9720728

http://ifb-adipositas.de/plis

Lübeck
Prof. Sebastian Schmid
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Tel.: 0451 500 3878
dds(at)uksh.de

Publikationen

Acute dietary fat intake initiates alterations in energy metabolism and insulin resistanc., J Clin Invest. 2017., 23. Januar 2017. doi:10.1172/JCI89444


Brain Insulin Resistance at the Crossroads of Metabolic and Cognitive Disorders in Humans. Physiol Rev. 2016 Oct;96(4):1169-209. doi: 10.1152/physrev.00032.2015


Interaction between the obesity-risk gene FTO and the dopamine D2 receptor gene ANKK1/TaqIA on insulin sensitivity. Diabetologia. 2016 Dec;59(12):2622-2631, doi: 10.1007/s00125-016-4095-0


TGF-β Contributes to Impaired Exercise Response by Suppression of Mitochondrial Key Regulators in Skeletal Muscle, Diabetes 2016 Oct; 65(10): 2849-2861. doi.org/10.2337/db15-1723


Specific Metabolic Profiles and Their Relationship to Insulin Resistance in Recent-Onset Type 1 and Type 2 Diabetes. J Clin Endocrinol Metab. 2016 May;101(5):2130-40. doi: 10.1210/jc.2015-4133

Ansprechpartner

Prof. Dr. Andreas Birkenfeld
IDM


Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Roden
DDZ
Institut für Klinische Diabetologie
 

Kontakt

Studienteilnahme

Renate Schick
Projektmanagerin DZD Multicenterstudien
Tel.: +49 (0)89-3187-2832
studiennoSp@m@dzd-ev.de