Autoimmunität und Typ-1-Diabetes

Schwerpunkt dieses Forschungsbereichs bildet die Aufklärung von Mechanismen, die zur Entstehung des Typ-1-Diabetes führen. Die Entdeckung prädiktiver Biomarker in im DZD etablierten Kohorten stellt hierbei einen ersten Schritt zu einer erfolgreichen Prävention der Erkrankung dar. In klinischen Studien untersuchen die DZD-Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit internationalen Konsortien neue Therapien, die die Entstehung des Typ-1-Diabetes in Kindern mit erhöhtem Risiko verhindern oder zumindest verzögern.

Ziele der Typ-1-Diabetesforschung im DZD:

  • Personen mit erhöhtem Risiko identifizieren
  • Effektive Therapien zur Vorbeugung und Behandlung von Typ-1-Diabetes entwickeln
  • Ein nationales Typ-1-Diabetes-Programm implementieren


Forschungs-Highlights
Es konnte gezeigt werden, welche Rolle Autoantikörper gegen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse bei der Entwicklung des Typ-1-Diabetes spielen. Eine Blutuntersuchung auf Autoantikörper ermöglicht die Einschätzung des Diabetesrisikos bei Kindern.
Zur Vorbeugung des Ausbrauchs der Erkrankung wurde eine „Schluckimpfung“ entwickelt: Durch orale Gabe von Insulin konnte eine positive Immunreaktion bei Kindern mit erhöhtem Diabetesrisiko erzeugt werden. Ziel dieser Insulin-Impfung ist, eine Immuntoleranz gegen körpereigene Proteine zu entwickeln  – ähnlich der Desensibilisierung bei einer Allergiebehandlung.
In den nun laufenden Folgestudien wird an einer größeren Teilnehmerzahl untersucht, ob die Autoimmunkrankheit Typ-1-Diabetes dadurch dauerhaft verhindert werden kann. Dann wäre zukünftig eine flächendeckende Vorsorgeimpfung möglich.

Literatur

Lesen Sie dazu einen Übersichtsartikel der DZD-Wissenschaftlerin Prof. Anette-Gabriele Ziegler vom Helmholtz Zentrum München.